Skulptur "Wir sind eine Welt"

PallasPark, Pallasstraße 7, Berlin - Tempelhof/ Schöneberg

Die Entwicklung des Objektes stellt den abschließenden Höhepunkt
eines langjährigen Planungs- und Wirkungsprozesses auf den
Flächen des PallasParks dar. Vor dem Hintergrund der Verwahrlosung
der erst 10 Jahre zuvor gestalteten Parkanlage, die dazu geführt hatte,
dass der Park vermehrt von Drogenkonsumenten und Hundebesitzern
genutzt wurde, wurden im Zusammenwirken des Quartiersmanagements
(Schöneberger Norden) und des Bezirksamtes ab 2008 unterschiedlichste
Maßnahmen zur Aktivierung der Anwohner und Aufwertung
der Freianlagen ergriffen.
2008 wurde von netwerk stadtraumkultur e.V. (mit Karin Rieckmann
und Raoul van Geisten) als Träger der „Interkulturelle Garten der
Künste“ initiiert. 17 GärtnerInnen unterschiedlicher Herkunft und Kultur
bewirtschaften seither hier mit ihren Familien kleine Individualgärten.
Weitere Bausteine des Interkulturellen Gartens sind ein Heil- und Lehrkräutergarten,
eine Lange Tafel als Treffpunkt der BewohnerInnen, die
Jugendtheatergruppe „Die Falafels“ sowie die Organisation eines sommerlichen
Kulturfestes mit Poesie und musikalischen Darbietungen.
2011 und 2014 wurden in zwei Bauabschnitten im engen Austauschprozess
mit den Anwohner (vier Workshops) die Spielbereiche umgestaltet
und qualifiziert. Der Beteiligungs- und Planungsprozess wurde
vom atelier VAN GEISTEN federführend im Auftrag des Bezirksamtes
durchgeführt.
Die Installation eines Objektes am Eingang des Parks sollte den
zahlreichen Maßnahmen der Nutzung und Aneignung des öffentlichen
Raumes durch die Anwohner, wodurch im Park ein grundlegend positives
Klima im Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen
geschaffen wurde, ein Zeichen setzen.
Unter dem Leitmotiv „Engagement und Nachbarschaft, Zusammenleben
von Menschen unterschiedlicher Kultur wurde mit einer Kinder- und
Jugendgruppe die Skulptur entwickelt. Nach längeren Gesprächen
und Diskusionen zu Ideen, Symbolik und materieller Umsetzung kristallisierte
sich die Idee einer Kugel, die von einem Ring (mit Handabdrücken
der Anwohner und Akteure) umschlossen wird, heraus.
Die Kugel steht als Zeichen der Vollkommenheit, einer Vollkommenheit
die jedem menschlichen Wesen, egal welcher Herkunft, Religion und
Kultur, innewohnt. Zudem steht sie für unser aller gemeinsame Heimat,
die Erde. Der Ring symbolisiert die Kraft der Gesellschaft, die durch
gemeinsames initiatives Handeln Menschen zusammenführen kann.
Die Edelstahlkugel reflektiert oberhalb des Ringes den Himmel und
die markante Fassade des Pallaseums. Unterhalb des Ringes wird im
Sommer die Blütenpracht der hier gepflanzten Stauden wiedergespiegelt.

Träger: netzwerk stadtraumkultur e.V.
Projektkosten: 8.000 €
Durchführung: 2014